Gametalk – Bioshock Infinite

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Wir haben uns für das Jahr 2014 vorgenommen, mehr über denkwürdige Spiele zu sprechen, mehr Gametalks zu machen. Den Auftakt machen wir mit der schon sehr lange geplanten Folge zu Bioshock Infinite. Der Release liegt zwar schon knapp ein Jahr zurück, dennoch ist dies ein hochaktuelles Spiel: Zum einen steht der Release des zweiten DLCs Burial at Sea kurz bevor, zum anderen hat der Kopf hinter Bioshock, Ken Levine, gerade erst das Studio verlassen. Genug Stoff also, dieses außergewöhnliche Spiel einmal tief zu beleuchten. Was wir von dem Gameplay halten, wie wir über das denkwürdige Ende denken, und was das alles mit Disneyland, Star Trek, Fallout und Portal zu tun hat, erfahrt ihr in dieser Episode.

Wir haben uns zudem tatkräftige Unterstützung in die Runde geholt: Christian vom Second Unit Podcast, und Stefan vom Zombiebunker unterstützen uns fleißig beim Philosophieren. Leider gab es bei der Aufnahme ein paar Probleme mit Stefans Tonspur, die sich nur durch einige harte Schnitte beheben ließen. Zu guter Letzt sei hier, wie immer bei unseren Gametalks, die Spoilerwarnung ausgesprochen: Hört diese Episode erst, wenn ihr das Hauptspiel durchgespielt habt. Dann aber: Viel Spaß! Wir freuen uns wie immer über Meinungen und Kommentare!

Teilnehmer:

avatar Carsten
avatar Timo
avatar Christian Amazon Wishlist Icon
avatar Stefan

SPOILER WARNING

weiterführende Links zur Sendung:
Wikipedia: American Exceptionalism
Gamesbeat: Understanding BioShock Infinite’s ending
Forbes: An Attempt to Understand BioShock Infinite’s Brilliant and Bizarre Ending
Bioshock Infinite Timeline
Bioshock Infinite Ending explained (Video)
Giant Bomb: Ken Levine on Bioshock Infinite
Giant Bomb: Infinite Spoilers!
Bioshock 1: Songbird
How Bioshock Infinite has changed since 2010

Intro: Castlemania 2010 (Benjamin Briggs) auf overclocked remix
Outro: Elisabeth sings

  • Daniel Nagel

    Ich bin zwar noch nicht ganz durch, aber die Folge gefällt mir schon sehr gut. Wie wäre es mit einem Gametalk zu Fallout 3 bzw. New Vegas? ich würde mich auch als Gast anbieten 😉

    • tinkengil

      Prinzipiell eine gute Idee – Fallout 3 wäre es auf jeden Fall wert, nochmal intensiver besprochen zu werden! Leider ist es nun auch schon fast 4 oder 5 Jahre her, dass ich das Spiel durchgespielt habe. Nächtelang, das Spiel hat mich gefesselt wie eigentlich seither kein anderes mehr. Fallout New Vegas liegt auch nun schon seit ner gefühlten Ewigkeit auf meinem Pile of Shame herum und ich finde nicht so richtig die Zeit und Motivation, die das Spiel sicherlich verdient hätte. Habe schon desöfteren von Leuten gehört, die New Vegas sogar besser und ausgereifter finden als Fallout 3. Geht dir das genauso?

      Aber ich will den Fallout Gametalk mal nicht ausschließen. An dieser Stelle werfe ich noch einmal ein, dass wir noch einen Gast für den Dark Souls Gametalk suchen! Carsten brennt, endlich darüber zu sprechen!

      • Daniel Nagel

        Was Fallout 3 angeht, war ich regelrecht geflasht, als ich das Spiel das erste Mal angespielt habe. Ich kannte das Universum nur rudimentär aus den Vorgängern und habe ich deshalb auf den ersten Blick für einen Shooter gehalten, der sich nur innerhalb der Vaults abspielt (so wie z.B. Metro das ja auch vermuten lässt. Als dann aber das Tutorial vorbei gewesen, wurde mir erst der volle Umfang dessen klar, was da noch vor mir liegt.

        Wie bei dir flogen dann die Nächte dahin. Lässt man GTA mal außen vor, war das wohl meine erste echte Open World Erfahrung.

        Als dann New Vegas herauskam, lag es schon „vorgeladen“ in der Steam Bibliothek. Ich meine mich erinnern zu können, mir den Freitag nach dem Release sogar freigenommen zu haben 😉 Ich finde ja, das Spiel vieles richtig macht, was bei Fallout 3 noch nicht optimal war. Die Story finde ich zwar nicht so gelungen, wie im ersten Teil, aber eigentlich ist ja auch die Welt der heimliche Hauptdarsteller der Reihe. Mir viele es schwer, eine Entscheidung zu treffen. New Vegas fühlt sich größer an, aber F3 war halt das erste seiner Art.
        Interessanterweise finde ich die DLCs für beide Teile mit Ausnahme der Erhöhung von Maximal Leveln eher schwach. Schade, denn die offene Welt eignet sich dafür wirklich gut.
        Was es mir bei beiden Titel wirklich angetan hat, sind die zahlreichen losen Enden, die in der Spielwelt verteilt sind. Der Tunnel, den die Raider in der Grundschule von Sprinvale graben oder das abgestürzte Ufo. Ich glaube, diese Liste könnte man beliebig fortsetzen, ohne auch nur eines der Haupt- oder Nebenquests zu streifen.

        Unglaublich schade finde ich, dass es nicht einmal die lokale Möglichkeit des Multiplayer-Spiels gibt. Es gibt zwar unzählige Gründe, die –auch aus technischer Sicht – dagegen sprechen, aber ich habe es mir immer gewünscht, das Ödland in einer Gruppe zu erforschen.

        Sollte Fallout Online nicht so ein Reinfall für Elder Scrolls Online werden, hat es mich auf jeden Fall in der Tasche. Bis dahin bleibt mir nur, DayZ zu spielen und mir vorzustellen, ich sei im Wasteland unterwegs 😉

        Demon Souls… ja. Da habe ich noch eine Rechnung zu begleichen, denn ich gebe ehrlich zu, dass das Spiel mich besiegt hat und ich irgendwann wirklich einfach das Pad in die Ecke gelegt und es nicht mehr angefasst habe. Der Flow wollte sich einfach nicht einstellen. Oder mir fehlte der Skill 😉

        • tinkengil

          Hmm, einen Multiplayer habe ich in Fallout 3 eigentlich gar nicht vermisst. Vielleicht eher bei Mass Effect, da man dort ja ohnehin fast immer in einer Gruppe unterwegs ist, und die Charactere ja ohnehin mitleveln.

          Bei den Addons stimme ich dir weitestgehend zu. Bis auf The Pitt und Broken Steel (welches die Levelgrenze erhöhte und das Ende des Hauptspiels aufbrach) fand ich sie auch eher mäßig, im Falle von Mothership sogar ziemlich schlecht. Einige der Addons spielen ja in einem neuen Areal, welches man einmalig besucht und dann wieder verlässt – in diesem Falle hätte ich mir noch lieber gewünscht, wenn das Ödland stattdessen permanent erweitert worden wäre. Die vielen kleinen Dinge, die in der Spielwelt verteilt sind, begeistern mich aber auch total. Da schaltet man in einer bestimmten Region einen Radioturm ein, und hört von da an immer, wenn man in der Gegend ist, dort Musik – großartig! Oder die Oase am Rande der Map, die ich rein zufällig relativ spät erst entdeckt habe.

          Was mich übrigens bis heute ärgert ist der in meinen Augen völlig sinnlose Splatter-Teil der uncut-Versionen. Dieses zeitlupenartige Draufhalten der Kamera auf zerfetzende Körper fand ich total überflüssig.

          Über einen Podcast zu den beiden Fallout-Teilen können wir gerne mal sprechen, ich denke aber, dass der noch eine Weile in der Zukunft liegt. Dazu würde ich dann auch gern vorher nochmal zumindest in New Vegas reingeschaut haben wollen.

          • Daniel Nagel

            Oh ja! Der Gore-Anteil ist hoch und ich möchte ihn unglaublich gerne als integralen Bestandteil der überdrehten Fallout-Welt verstehen, aber ich teile deine Meinung. Das Spiel hätte nichts verloren, wenn es keine Hinrichtungen in Zeitlupe gegeben hätte.

            Wie steht es denn bei dir mit einer Ersatzdroge für Fallout aus? Ich habe Dragon Age Origins wirklich gerne gespielt, konnte zu Mass Effect keinen Zugang finden (mochte aber den Soundtrack), habe Skyrim irgendwann aufgegeben, weil das Interface mich zu sehr an Fallout erinnert hat – und ich mich zu sehr mit Nebenquests aufgehalten habe.

            Wasteland II ist mir bei Steam noch ein wenig zu teuer und Rage hat zwar irgendwie Spaß gemacht, aber war irgendwann einfach zu ende.

            Was den Podcast angeht: macht einfach eine Ausschreibung, sobald es soweit ist 😉 Übrigens könnte man das Thema ein wenig weiter fassen und sich grundsätzlich mit dem Thema “Open World” mal auseinandersetzen.

          • tinkengil

            Hmm, “Ersatzdroge” ist wahrscheinlich der falsche Begriff, da ich ja sonst New Vegas längst gespielt hätte.

            Die Mass Effect Reihe kann man nicht wirklich direkt vergleichen, aber sie gehört für mich zu den absoluten Perlen der letzten Konsolengeneration.
            Mir gefällt das extrem durchdachte Universum, in der viele Rassen nebeneinander existieren und auch mit viel Tiefgang präsentiert werden – selbst wenn sie im eigentlichen Spiel kaum eine Rolle spielen. Zudem
            wird die Existenzfrage der Citadel und der Weg der Menschheit ins All einigermaßen schlüssig erzählt. Für mich kann Mass Effect auf einer Ebene mit Star Trek und Star Wars existieren – ist aber nach dem dritten Teil auch zu Ende erzählt. Ich will da keine noch viel größere Bedrohung sehen, die dann in drei weiteren Spielen oder so weitergesponnen wird (anders übrigens bei Halo – da macht die neue Trilogie angefangen bei Halo 4 viel Sinn, da dies in der Literatur schon seit dem ersten Teil angedeutet wurde).

            Den 50er Jahre-Flair aus Fallout 3 fängt in einer eigenen Interpretation Bioshock 1 ganz gut ein.

            Dragon Age Origins hatte ich letztes Jahr mal angefangen, habe aber so recht keinen Zugang zu gefunden (darüber hab ich auch in irgend ner Episode länger drüber gesprochen). Ich war irgendwann an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr in der Lage war, Gegner zu besiegen, vermutlich weil ich falsch gelevelt habe. Der einzige Ausweg wäre gewesen, den Schwierigkeitsgrad auf easy zu schalten, aber da ist das Spiel überhaupt
            keine Herausforderung mehr. Vielleicht habe ich für solche Spiele einfach nicht genug D&D-Erfahrung…

            Ganz gut in Erinnerung ist mir übrigens Two Worlds geblieben. Das Spiel bietet wirklich eine frei begehbare Welt, die auch recht groß und belebt ist. Zudem mag ich es, wenn die Gegner nicht mitleveln, und ich mir auf diese Art und Weise meinen eigenene Weg und Fortschritt erarbeiten muss. Ein sehr erhabenes Gefühl, wenn man 20 Spielstunden später endlich den Troll besiegen kann, der den so lukrativ aussehenden Weg versperrt 🙂
            Ansonsten hat das Spiel aber auch gravierende Mängel. Die Quests sind nicht so besonders spannend, die Städte viel zu klein und schlecht designt – man merkt dem Spiel regelrecht an, dass es zu früh auf den Markt geworfen wurde. Es gibt auch einen zweiten Teil, den ich aber auch noch nicht gespielt habe (und der zu meiner Schande gleich neben New Vegas mahnend im Regal steht). Erinnert vom Stil her etwas an die Gothic-Reihe.

            “Open World” eignet sich als Thema für eine eigene Folge. Könnte man vielleicht zeitnah mit einem Fallout-Gametalk aufnehmen. Ich denk da mal drüber nach!

      • tyler.fincher

        Hey, bin über Second_Unit auf euch aufmerksam geworden und hab mir ein paar Shows von euch angehört. Gefällt mir soweit gut und gerade eure „Tomb Raider“ (Mein Highlight neben „Bioshock: Infinite“ letztes Jahr)-Episode hat mir sehr zugesagt. Gerade zu „B:I“ kann ich mir nicht genug anhören/durchlesen und hab mich daher sehr über eure ausführliche Diskussion gefreut. Klar, diverse Punkte hat man schon öfters gehört aber ich kann aus jedem Gespräch/Artikel über das Spiel wieder was etwas neues heraus ziehen. Bei so einem komplexen Titel aber auch kein Wunder. Macht mir nochmal mehr Lust aufs erneute Durchspielen!

        Falls ihr noch jemanden für eine mögliche „Dark Souls“-Diskussion sucht: Da hätte ich großes Interesse und würde mich durchaus anbieten..weiß ja nicht was eure Auswahlkriterien für Gäste sind.^^

        • tinkengil

          Hey, danke fürs Lob! Mir ist nach der Episode auch noch so viel eingefallen über das man im Zusammenhang mit Bioshock Infinite hätte sprechen können, so viel gibt dieses Spiel her. Leider musste ich auch vieles von dem, was Stefan gesagt hat, rausschneiden, da seine Aufnahme stellenweise versagt hat.

          “Auswahlkriterien” für Gäste gibt es eigentlich keine, es reicht eigentlich, wenn du ein brauchbares Headset hast. Einen Dark Souls Gametalk wird es definitiv geben, das hängt aber hauptsächlich von Carsten ab. Er wartet noch auf den PC-Release von Dark Souls 2 (Ende April?) und will dann die beiden Spiele zusammen besprechen. Ich halte mich da aus der Planung raus, denn ich selbst finde die Dark Souls Reihe nicht so spannend^^

        • Anim8t0r

          Von mir auch noch vielen Dank für das Lob. Ich könnte mir auch gut vorstellen zu beiden Dark Souls jeweils einen eigenen Gametalk zu machen.
          Dark Souls habe ich ja leider erst gespielt, als ich den größten Teil des Spiels schon durch Videos (allen voran das “Knallhart Durchgenommen” von GameOne) kannte. nur Lost Izalith war mir damals noch völlig unbekannt. Aber auch so gibt es da ja viel worüber man reden kann. Die Story, die Charaktere und allem voran warum ein Dark Souls so viel Spaß macht.

          Bei Dark Souls 2 will ich mir nicht spoilern lassen, da ich komplett jungfräulich in Spiel eintauchen will. In ein paar Wochen ist es ja zum Glück soweit.

          Vor dem Gametalk will ich Timo auch noch mal das Pad in die Hand drücken und ihn durch das Undead Asylum jagen. Dann hat er auch ein paar Erfahrungen gemacht 🙂

          Wenn der Gametalk dann konkreter wird, werden wir uns noch einmal melden. Gäste sind immer sehr willkommen.

          • tyler.fincher

            Ok klingt gut. Dann lass ich euch mal überlegen wie ihr das angehen wollt. Falls ihr Interesse hättet an einem Gast, ich wäre Bereit. Schreibt mich einfach an (Twitter oder Mail). Habe selbst auch einen Podcast (www.kinofilme.com/podcast). Ein vernünftiges Mikro ist daher kein Problem 😉

            Also ich hab damals erst “Demon Souls” gespielt als “Dark Souls” raus kam weil ich mich erstmal in die Welt reinfühlen wollte. Danach hab ich mich dann erst an den noch besseren Nachfolger heran getraut. Bei “Dark Souls 2” bin ich noch am überlegen ob ichs mir für PS3 oder für PC holen soll.^^