#23 – Magische Momente

Es gibt Videospielmomente, an die man sich immer wieder gerne zurückerinnert. Ein unerwarteter Storytwist, ein packendes Onlinematch, ein besonderes Achievement oder schlicht die allererste Konsole – solche Momente sind vor allem eines: persönlich. In dieser Episode erzählen wir von unseren, eigenen persönlichen Magic Moments. Und nicht nur das: Wir haben jeden, der bei uns schon mal zu Gast war, ebenfalls nach Magic Moments gefragt und tolles Feedback bekommen. Die eingesendeten Audiobeiträge stellen wir in dieser Sendung ebenfalls vor. Nun seid ihr gefragt: Was fällt euch zum Stichwort “Magic Moments” in Bezug zu Videospielen ein? Wir freuen uns über eure Kommentare!

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Was wir gespielt haben:
Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf, Castlevania: Lords of Shadow – Mirrors of Fate HD, inFAMOUS: Second Son

Thema:
Magic Moments

Weiterführende Links zu Episode:
Nintendo 64 Promo-Videos:
Wieviel 3D hältst du aus?
Feel everything

BBC Microcomputer System
ZX Spectrum

Auch hörenswert:
PT006: Party Like it’s 1999 (zum Thema LAN-Parties)

ProTipps:
Timo: Christopher Tin: The Drop That Contained the Sea(*)
Carsten: Jon Negroni (Pixar Detective)

Intro: Castlemania 2010 (Benjamin Briggs) auf overclocked remix
Eingespielte Musik:
“Ahcfiks” (Balloonbear – Prime)
“Sonic Revenge Squad” (National Broadcast Network – Atomic)
“Der Mensch (feat. Max Horkheimer)” (Blörb, der Bär – Das Ganze)

(*) Affiliate-Links

  • Tolle Sendung mit schönen Gastbeiträgen 🙂

    Ich als sporadischer Gamer muss wirklich graben um “magic moments” zu finden, aber ich glaube ein paar gab es schon. Am meisten ist mir so ein Gefühl der totalen Freiheit im Kopf geblieben, was ich einmal bei GTA San Andreas und einmal bei GTA V erlebt habe. Da ich absoluter Musikliebhaber (der verschiedensten Genres) bin sind diese (kitschigen) Momente sehr an Musik gekoppelt. In beiden Games habe ich mal sowas wie den “perfekten Moment” erlebt.

    In San Andreas fuhr ich mal einfach ziellos mit einem Motorrad durch die Wüste – das war eine sehr oft getätigte Beschäftigung in den hunderten Spielstunden – cruisen, Stunts versuchen, die Atmosphäre genießen. Langsam ging im Spiel (und auch im real life) die Sonne unter und ausnahmsweise bin ich mal eine ganze Weile nicht vom Motorrad gefallen, sondern immer weiter und weiter und weiter durch die in orangenes Licht getauchte Wüste von Nevada gecruiset. Im Radio kam dann auf diesem Country Sender von Rod Stewart – YOUNG TURKS, ein Song den ich niemals ausserhalb des Spiels hören würde, aber das kitschige Licht, die Geschwindigkeit und vor allem auch die Musik sind förmlich zu einem Rausch geworden und ich hab für ein paar Minuten die perfekte Fahrt durch die Spielwelt erlebt und ALLES um mich herum völlig vergessen. 100%ige, absolut perfekte Immersion, das Gefühl völlig frei zu sein. Irgendwie EASY RIDER mäßig. Ich fuhr und fuhr, sprang sogar über Bodenwellen, etc. aber es war als sei ich am Bike festgewachsen. Sonst zermosche ich mich da wirklich ständig, aber da konnte ich über Minuten einfach fahren, springen, hüpfen, weiterfahren und es klappte alles. Quasi zeitgleich mit dem Ende des Songs hat es mich dann doch gerissen und ich bin wie aus einem meditativen Flash erwacht und hab erstmal das Pad weggelegt und nur perplex aus dem Fenster geguckt. Wahnsinn!

    In GTA V habe ich das gleiche nochmal erlebt. Wieder dieses kitschige Sonnenuntergangslicht, wieder im RL auch Sonnenuntergang (nur dass ich jetzt natürlich in einer anderen Wohnnung wohne, die vom purpurnen Sonnenuntergang im Wohnzimmer noch pornöser durchflutet wird), nur dieses Mal ein Hochgeschwindigkeitsrun auf dem Highway in einem sehr, sehr schnellen Sportwagen und der Song war OH SHEIT IT’S X von Thundercat auf FlyLo.fm. Wieder das Gefühl von Perfektheit und “alles wird gut” im Bauch. Dazu ein totaler Geschwindigkeitsrausch 🙂 Auch wenn GTA V mich im Endeffekt eher ermüdet hat und vielleicht das letzte der Serie ist was ich spiele (Charakterwechsel war eine coole Innovation, aber das Spiel-Konzept hat sich für mich einfach langsam irreparabel abgenutzt), keine der Missionen, oder Achievements, sonder dieser eine Highway-Ritt war für mich DER Moment 🙂

    So viel dazu …
    Macht weiter mit den schönen Casts!

    • tinkengil

      Danke für dein Feedback! Ich habe wirklich den Eindruck, dass gerade die 3D-GTA Teile geradezu prädestiniert sind, Magic Moments zu produzieren. Vor allem schafft es Rockstar, dass der Spieler immer das Gefühl hat, den “Moment” wirklich selbst erzeugt zu haben und nicht Opfer einer vorgesehenen Scriptsequenz zu sein. Und dazu noch ist die Spielwelt in der Lage, audiovisuell eine Vielzahl an Stimmungen zu erzeugen, die das Spielerlebnis noch weiter vertiefen. Deine beschriebenen Momente unterstreichen das z.B. sehr. Am meisten schätze ich an den GTA-Spielen, dass man hier wirklich keine Grenzen gesetzt bekommt. Wenn ich irgendwas sehen kann, kann ich auch dorthin und werde vermutlich irgendwas spannendes finden.

      • Genau das ist es: Man hat nicht das Gefühl nur Sklave des Skriptings zu sein, sondern frei in einer vollständigen Welt unterwegs zu sein!