#51 – Die verdammte Spieleinflation

Hi! Wir sind .. nicht die, die ihr hier erwartet habt, aber bitte, gebt uns eine Chance! Denn dieser Podcast gehört jetzt uns – für diese Folge.
Also keine Sorge, ab nächstem Mal bekommt ihr eure Lieblinge zurück.

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Doch nun begeben sich Caro und Lu erst mal auf heiße Kohlen und sprechen mit der Spieleinflation ein dauerheißes Thema an. Welche Auswirkungen hat die riesige Spieleflut auf unser Spielverhalten und auf unseren Spielekonsum? Und vor alle Dingen, was halten die Leute aus der Branche davon? Was passiert, wenn man Spieletests sogar absagen muss, weil man schlichtweg zu viel hat? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die beiden Gast-Podcaster heute.
Da das Thema ordentlich diskutabel ist, bitten wir euch um Feedback jeglicher Art. Schreibt einfach, was euch dazu einfällt! Wir freuen uns!

Teilnehmer:

avatar Caro
avatar Lu

Der Podcast ist, wie wir in der Folge auch erzählen, durch unsere Zusammenarbeit auf Support Your Local Gaming Blog entstanden. Wir sind eine Art Netzwerk von Podcastern, Schreiberlingen und Gamesliebhabern, die Content erstellen. Nun findet in der „after easter“ Woche das große Podcastwichteln statt, wo wir uns alle in anderen Podcasts versteckt haben, und einfach die Rollen der anderen übernommen haben.
Da wir uns stets untereinander supporten wollen, sind heute diese beiden Chaoten hier gelandet. Doch auch eure PlayTogether-Lieblinge haben sich in der weiten Podcast-Welt der SYLGB-Crew versteckt und Podcasts gekapert. Könnt ihr sie finden?

Wir stammen natürlich auch aus einem Hause.
Caro kommt von den Runaways und den Pixelfrauen
Lu lässt sich bei PhiLusophie und IKYG aus!
Wenn ihr Lust habt, schaut doch einfach mal bei uns vorbei.

Es war uns eine Ehre hier zu gastcasten & hoffen euch hats gefallen!

– Caro & Lu

Intro: Castlemania 2010 (Benjamin Briggs) auf overclocked remix

  • Monkey

    Hallo.

    Ich kannte bis zur Wichtelaktion diesen Podcast noch nicht, deswegen kann ich jetzt nicht Dinge sagen wie, Toller Podcast. Unbedingt anhören. Auch wenn es wahrscheinlich stimmt (SYLGB lässt ja nur Qualität bei sich zu). Und wenn ich Zeit habe, höre ich auch mal bei alten Folgen rein. Mit Podcasts ist es ja auch wie mit Spielen. Es gibt einfach zu viele. Womit wir auch schon beim Thema wären.

    Ich finde das Thema sehr interessant und natürlich ist das Problem viel zu groß um eine einfache Lösung dafür zu finden. Vielleicht lassen sich aber Teillösungen finden.

    Muss man immer auf dem aktuellsten Stand sein? Als große Redaktion die Mitarbeiter finanzieren muss; ja natürlich. Es gehört zu deren Job und auch die Existenz hängt davon ab.
    Als Spieler oder Blogger, die Reviews und Tests eher als Hobby betreiben; nein. Hier ist es auf Blogger-Seite meines Erachtens wichtiger, ob ich als Leser, Hörer oder dergleichen der Meinung des Testers vertraue. Und da kann ich auch gerne länger auf einen Test warten.
    Mir ist klar, dass da auch noch andere Faktoren von abhängig sind. Publisher und Entwickler wollen eine Meinung, mit der sie am Ende evtl werben können.

    Und ja, die Spiele sind mehr geworden, aber ich als Konsument stehe heute eigentlich vor der gleichen Situation wie damals als Kind. Heute muss ich mich entscheiden, welchem Spiel ich die Zeit widme, von welcher ich nur begrenzt habe. Als Kind musste ich mir genau überlegen, welches Spiel ich spiele, weil das Taschengeld beschränkt sind. Auch heute sind die Finanzen leider noch begrenzt 😅. Im Endeffekt ist es aber eine ähnliche Situation. Das Buhlen um die Gunst um mich als Kunden ist nur stärker geworden, was auch Sales und rasante Rabatte erklärt. Wenn du nicht in der Aufmerksamkeit bist, dann verkaufe dich billig oder häng dich an größere Titel dran. In der Hoffnung von genügend Spielern entdeckt zu werden.

    Ich persönlich muss aber auch nicht alles spielen. Zum einen, weil mich einige Genres einfach nicht interessieren und zum anderen gibt es heutzutage Let’s Plays oder Streams in denen ich mich auch Spielen widmen kann, die ich aber nicht spielen kann, zum Beispiel weil mir die Hardware dafür fehlt.

    Ich bin immer zwiegespalten, ob der Überfluss an Spielen ein Problem ist, oder nicht. Das hängt natürlich auch immer von der Blickrichtung ab, aber ich setze mich auch einfach nicht dem Druck aus alles gespielt haben zu müssen. Dafür habe ich schon aktuell zu viele und erst Recht in der Vergangenheit zu viele Spiele verpasst. Und der Pile of Shame ist eine Sisyphusarbeit der ich mich nicht stellen möchte. Da spiele ich lieber das Spiel, welches mir aktuell Spaß macht. Egal ob alt, neu, AAA oder Indie. Und das sage ich als reiner Konsument.

  • tinkengil

    Schönes Thema habt ihr euch für diese Aktion ausgesucht! Ich habe mir auch lange Gedanken zum Thema gemacht, aber so einen richtigen Konsens finde ich für mich persönlich nicht. Ob man von einem Überflussproblem sprechen kann hängt für mich ganz wesentlich davon ab, aus welcher Perspektive man es betrachten möchte.

    Beispiel Spielemagazine/Redaktionen/Reviewer: Klar müssen die auf dem aktuellen Stand sein. Ihr sprecht da z.B. das Problem der Aktualität von Reviews an, die on-time online sein müssen damit sie genug impact haben – das ist in meinen Augen aber eine planbare Variable und betrifft vor allem Triple-A-Titel. Da gibt es dann vielleicht mal Stoßzeiten, aber übers Jahr verteilt dürfte diese Art von Artikeln weiterhin überschaubar sein. Viel wesentlicher finde ich da den Trend der letzten Jahre, dass immer mehr Spiele für sich genommen immer mehr Zeit von dir abverlangen. So geschehen im letzten Jahr, als nahezu zeitgleich die Online-Multiplayerspektakel Gears of War 4, Battlefield One, Call of Duty und Titanfall 2 erschienen. Destiny und die Ausrichtung diverser Ubisoftspiele als anderes Beispiel. Und die durchschnittliche Qualität steigt immer mehr – richtig schlechte Spiele erscheinen ja heutzutage gar nicht mehr bzw. bekommen überhaupt nicht erst die Bühne. Die Wahrnehmung hat sich da ziemlich geändert und Spiele werden in Teilen der Community schon als schlecht wahrgenommen bzw. kommuniziert, wenn die Performance in 1/10 der Level nicht stimmt (zuletzt aufgefallen bei The Last Guardian).

    Aus Spielerperspektive kann das große Angebot eigentlich nur positiv sein. Sich einen riesigen Pile of Shame anzulegen (ich nehme mich da absolut nicht aus), ist natürlich ein persönliches Problem. Aber ich stehe ja auch nicht verzweifelt in einer Bibliothek (um mal ein Medium heranzuziehen, was vielleicht ähnlich viel Zeit pro Exemplar verschlingen kann wie Videospiele), und beschwere mich über die zu große Auswahl an Büchern. Ok, der Vergleich hinkt vielleicht weil hier der Personalaufwand auf der anderen Seite nicht annähernd so groß ist, aber dort haben wir gelernt zu fokussieren, zu selektieren.

    Also noch mal vielen Dank für diese schöne Episode bei uns im Podcast 🙂